Die brandschutztechnische Ertüchtigung des historischen Anhalter Bahnhofs verbindet den sensiblen Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz mit einer vollständig digitalen Planungsmethodik. Durch die konsequente Anwendung von BIM konnten Bestand, Planung und Koordination effizient zusammengeführt werden.
Dieses Projekt stellte hohe Anforderungen an die Planung im Spannungsfeld zwischen Denkmalschutz, Bestand und modernen Sicherheitsstandards. Ziel war es, die Anforderungen des Brandschutzkonzepts umzusetzen und gleichzeitig die historische Bausubstanz in ihrer Qualität und Identität zu bewahren. Grundlage der Planung war ein vollständiges 3D-Aufmaß des Bestands, aus dem ein digitales Gebäudemodell in Revit (BIM) entwickelt wurde. Sämtliche Planungsleistungen wurden modellbasiert bearbeitet und ermöglichten eine präzise Erfassung der komplexen Bestandsstruktur. Durch die Koordination aller Fachplaner und Gewerke in einem gemeinsamen BIM-Koordinationsmodell konnten Bauabläufe effizient abgestimmt werden. Darüber hinaus wurden Projektkosten sowie Ausschreibungen direkt aus den Modelldaten generiert, wodurch eine hohe Planungsgenauigkeit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit während des gesamten Projektverlaufs sichergestellt werden konnten.