Die brandschutztechnische Ertüchtigung des Bahnhofs Berlin Spandau basiert auf einer vollständig digitalen Bestandsplanung. Mithilfe der BIM-Methodik werden komplexe Planungsprozesse, interdisziplinäre Koordination und modellbasierte Kostensteuerung in einem durchgängigen digitalen Workflow zusammengeführt.
Die Planung im Bestand beginnt mit einem präzisen Verständnis des Vorhandenen. Insbesondere bei komplexen Verkehrsbauwerken bildet die digitale Erfassung der bestehenden Gebäudestruktur die Grundlage für fundierte Planungsentscheidungen und eine effiziente Projektsteuerung. Für den Bahnhof Berlin Spandau wurde zunächst ein vollständiges 3D-Aufmaß durchgeführt und anschließend ein detailliertes BIM-Bestandsmodell in Revit erstellt. Dieses digitale Abbild des Gebäudes bildet die Grundlage für sämtliche Planungsleistungen der Leistungsphasen 1 bis 5 und ermöglicht eine durchgängige Bearbeitung innerhalb eines gemeinsamen Datenmodells. Alle Fachplaner und Gewerke werden in einem zentralen Koordinationsmodell zusammengeführt. Digitale Kollisionsprüfungen und Bauablaufsimulationen unterstützen die frühzeitige Abstimmung komplexer Planungsprozesse und schaffen eine belastbare Grundlage für die Umsetzung der brandschutztechnischen Maßnahmen. Ergänzend werden Projektkosten direkt aus den Modelldaten abgeleitet, wodurch Planung, Kostensteuerung und Änderungsmanagement transparent miteinander verknüpft werden.