Die brandschutztechnische Ertüchtigung der unterirdischen Personenverkehrsanlage verbessert die Sicherheit im Brandfall unter anspruchsvollen räumlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen. Mithilfe einer durchgängigen BIM-Planung werden technische Maßnahmen, Bestand und Betriebsabläufe präzise aufeinander abgestimmt.
Unterirdische Verkehrsanlagen stellen besonders hohe Anforderungen an die Planung von Flucht- und Rettungswegen. Ziel des Projekts ist es, eine sichere Selbst- und Fremdrettung im Brandfall zu gewährleisten und die bestehende Infrastruktur an aktuelle brandschutztechnische Anforderungen anzupassen – unter Berücksichtigung der beengten räumlichen Verhältnisse, denkmalpflegerischer Vorgaben sowie des laufenden Bahnbetriebs. Im Mittelpunkt der Planung steht die Entwicklung einer leistungsfähigen maschinellen Entrauchungsanlage, die Flucht- und Rettungswege im Brandfall weitgehend rauchfrei hält. Ergänzend wird im südlichen Bahnsteigbereich ein zusätzlicher Treppenzugang geschaffen, um Evakuierungszeiten zu verkürzen und die vorhandenen Rettungswege gleichmäßiger auszulasten. Die Planung erfolgt vollständig auf Basis der BIM-Methodik. Von der digitalen 3D-Bestandsaufnahme über Fach- und Koordinationsmodelle bis hin zum modellgestützten Issue-Management, der objektbasierten Mengen- und Kostenermittlung sowie Bauablaufsimulationen und 3D-Visualisierungen schafft die modellbasierte Arbeitsweise eine verlässliche Grundlage für eine präzise Planung, effiziente Zusammenarbeit und eine transparente Projektsteuerung.